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Seven Seas

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Das Seven Seas ist ein Restaurant auf dem Süllberg in Hamburg Blankenese. Neben dem Gourmetrestaurant gibt es in dem Süllberg Hotelkomplex noch einfachere Restaurants wie das Deck 7 und die Almhütte.

Das Restaurant

Name Seven Seas
Straße Süllbergsterrasse 12
Ort 22587 Hamburg
Telefon 040-866252-0
Fax 040-866252-13
Email info[at]suellberg-hamburg.de
Webseite www.suellberg-hamburg.de

Das Menü

  • Entenleber
    Früchtebrot, Ananas, Sawarak Pfeffer, Schafsgarbe
  • Herbstliches Gemüsebeet
    Geräuchertes Wachtelei und Joghurt vom Bio Hof
  • Bachsaibling & Flusskrebse
    Blumenkohl, Sauerklee, Birne und Kaviar
  • Zweierlei vom Mecklenburger Reh
    gebratener Semmelschnitte, Heidelbeeren, Waldpilze und Sellerie
  • Kräutergarten
    Sauerampfer, Birkencreme, Kräutereis

Das 5 Gänge "Kräutermenü" zum 10 jährigem Jubiläum kostet 79,00 € pro Person.

Als erstes Amuse Gueule gab es verschiedene Kleinigkeiten. Eine Steinpilz-Suppe mit einem Sot ly laisse Spies, das Fleisch schön zart und die Suppe aromatisch. Einen Spies mit einem mit Mandarine aromatisierten Oktopus. Krupuk mit Schwertfisch, Avocado und Vanille. Eine Scheibe krosses Schwarzbrot mit geräucherter Gänsebrust und Preiselbeeren. Alles sehr lecker mit klaren Aromen, Klasse.

Aus der reichhaltigen Brotauswahl entschied ich mich für ein kleines Ciabatta und ein in einem Blumentopf gebackenes Roggenbrot. Dazu gab es gesalzene Butter.

Als zweites Amuse Gueule gab es ein Stück Rochenflügel auf einer Bouillabaissecreme. Ergänzt wurde es durch einen Dominostein aus einem Fenchel-Gelee mit einer Oliven-Tapenade und einen Limonenschaum. Sehr lecker mit kräftigen Aromen.

Entenleber
Früchtebrot, Ananas, Sawarak Pfeffer, Schafsgarbe

Die Entenleber wurde in zwei Varianten präsentiert, einmal gebraten auf einer Pistaziencreme und einmal als Terrine. Beides in Aroma und Konsistenz von ausgezeichneter Qualität. Dazu gab es ein Ananas-Tatar das durch etwas Sarawak-Pfeffer einen leichte Schärfe hatte, Ananasgel mit Pistazien, kleine Früchtebrotwürfel, Tupfer aus Creme Fraiche und etwas Schafgarbe (Achillea millefolium). Sehr lecker, Klasse, auch wenn die süßliche Note leicht dominierte. Die dazu gereichte Brioche war von guter Qualität.

Herbstliches Gemüsebeet
Geräuchertes Wachtelei und Joghurt vom Bio Hof

Auf einem Bett aus Hüttenkäse und Graubrotcrumble waren verschiedene Gemüse und Salate angerichtet. Unter anderem Feldsalat, Rucola, Ringel Beete, Thaispargel, Rote Beete, Radieschen und Blutampfer. Dazu gab es Joghurt aus Schafsmilch und Ziegenmilch von einem Biohof aus Österreich (Wolfgangsee) in Form kleiner Würfel und Tupfer und ein geräuchertes Wachtelei. Ein schönes Wechselspiel aus weichen, knackigen, krossen und frischen Elementen. Sehr lecker.

Bachsaibling & Flusskrebse
Blumenkohl, Sauerklee, Birne und Kaviar

Sowohl der Bachsaibling als auch die Flusskrebse wurden in zwei Varianten serviert. Der Bachsaibling einmal kross auf der Haut gebraten mit einem Röllchen (Birne ?) und etwas Kaviar und als Medaillon mit Flusskrebs-Tatar und einem Speckchip. Dazu gab es Blumenkohl in verschiedenen Texturen, als Creme und als Röschen die in einem Safransud gegart waren. Verbunden wurde alles durch einen Krustentierschaum. Dekoriert war das Gericht mit ein paar Sauerkleeblättern. Sehr lecker, Klasse.

Zweierlei vom Mecklenburger Reh
gebratener Semmelschnitte, Heidelbeeren, Waldpilze und Sellerie

Der Rehrücken war Sous Vide gegart und hatte eine wunderbare Konsistenz und ein feines Aroma, Klasse. Er war auf einer Scheibe aus gebratenem Semmelknödel angerichtet. Kleine Würfel aus Wild-Salami sorgten für kräftigere Akzente. Dazu gab es Sellerie als Creme und als Stift in der Mitte des Tellers (meiner Meinung nach war der Stift aber ein Stück Schwarzwurzel). Rotkraut als Salat und als Gel, gebratene Steinpilze, ein Heidelbeer-Preiselbeer Kompott und einen Wacholderbeer-Jus. Der Sinn des mit Waldorfsalat gefüllten Brickteigröllchens mit einem Heidelbeer-Macaron hat sich mir aber nicht erschlossen. Sehr lecker und vielschichtig mit säuerlichen (Rotkraut), süßlichen (Heidelbeer) und herben (Wacholder) Aromen.

Dazu gab es noch ein Reh-Ragout mit einem Sellerie-Espuma. Deutlich kräftiger im Wildgeschmack als der Rehrücken, sehr lecker.

Kräutergarten
Sauerampfer, Birkencreme, Kräutereis

Auf einer Süßholz-Birkencreme war ein Kräuter-Eis mit einem Sauerampfer-Granité angerichtet. Dazu gab es weiße Kräuter-Schokolade, eine Brombeere und verschiedene Kräuter. Ein Dessert mit überwiegend grünen und frischen Aromen. Etwas Chartreuse im Kräuter-Eis gab dem Gericht noch etwas süßlich alkoholische Noten. Sehr lecker.

Nach dem Menü kam noch ein Pralinenwagen mit einer reichhaltigen Auswahl an den Tisch. Im Uhrzeigersinn: ein Pfirsich-Champagner Trüffel, ein Orangen-Whisky Trüffel, Linzer Torte, eine Marzipanschnitte mit Cranberrys, grünem Tee und Physalis und ein Passionsfrucht-Marshmallow. Alles von guter Qualität, sehr lecker.

Zu dem Menü hatten wir zwei Flaschen San Pellegrino (0,75 l für 8,00 €) und eine Tasse Kaffee zum Abschluß (4,00 €).

Der Service war freundlich und zuvorkommend. Das Seven Seas bietet eine ausgezeichnete Küche. Chef de Cuisine ist Karlheinz Hauser. Herr Hauser kam nach dem Essen noch an die Tische und wir konnten ein nettes informatives Gespräch führen.

Das Seven Seas belegt zur Zeit in Hamburg Platz 3 (Restaurant Ranglisten), hat 17 Punkte im Gault Millau und zwei Michelinsterne.


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